Posts Tagged ‘Urlaub’

Was wird werden?

Januar 8, 2018

Schon wieder ist ein Jahr vorüber, das neue hat begonnen. So mancher wird sich fragen: „Was bringt mir das neue Jahr?“ Jeder macht sich Gedanken. Einige haben auch Angst vor 2018 – obwohl es aufgrund neuester Experten-Einschätzungen völlig unbegründet ist. 2019 wird schlimmer! Und wenn Sie das überlebt haben, kommt auch noch 2020.

Also kein Grund zur Sorge, trotz allem, was man immer lesen muss: Fluglinien fliegen in die Pleite. Ein ICE vergisst einen Halt auf der Strecke – das sogar mehrmals. Ein Regionalzug biegt falsch ab, weil der Lokführer ein seltenes Pokemon entdeckt hat. Alles schlimm!

Dazu kommen die ganzen weltpolitischen Probleme: Ein tumber Blondschopf aus Amerika setzt neue diplomatische Maßstäbe. Ein kleiner, korpulenter Diktator schießt Raketen durch die Gegend. Auf dem Bosporus, verdreht jemand demokratische Grundwerte und droht mit Konsequenzen, wenn wir ihm nicht die Füße küssen. Das ist herb!

Jetzt hat auch noch unsere Nachbarland Österreich einen neuen Dik … äh … Kanzler. Unsere Presse läuft Amok: „Kann der das überhaupt? Der ist doch erst 31 – viel zu jung, um Erfahrung zu haben!“ Es wird gefragt, warum die Österreicher so gewählt haben. Dabei ist die Antwort ganz einfach: Weil sie es können! Das nennt man Demokratie und ist nicht gefährlich!

Machen Sie sich lieber Gedanken über Ihre eigene Umgebung. Was wird sich ändern? Nichts, wenn Sie es nicht wollen. Also genießen Sie das neue Jahr.

Schauen Sie nach Berlin. Da ändert sich auch nichts. Unsere Bundesregierung dümpelt vor sich. Es ändert sich nichts. Auch der Schönefelder Flughafen bleibt weiter in Betrieb. BER verschlingt immer noch Unsummen. Alles bleibt beim Alten.

Na ja, vielleicht entdecken sie irgendwo in Kreuzberg noch ein Pärchen, das gerne auf dem Kopf stehend pinkelt und man wird eine neue öffentliche Toilette installieren, weil Unisex- und Transgender-Toiletten nicht die Möglichkeit bieten.

Aber hat das Auswirkungen auf Ihr persönliches Leben? Nein! Das Geld für die öffentliche Toilette hätten Sie sowieso nie zu Gesicht bekommen, weil es entweder nie da war, oder anderweitig verbrannt werden würde.

Auch im Süden unseres Landes wird alles beim Alten bleiben. In Stuttgart wird weiterhin am Bahnhof gebaut. Solch eine Panne wie Anfang 2017 in Hamburg, dass plötzlich ein öffentliches Großbauprojekt beendet und eröffnet wird, passiert so schnell nicht wieder. Zum Glück konnte bereits im April mit der Sanierung begonnen werden. Nicht dass sich da noch öffentliche Gelder ungenutzt ansammeln.

Nein, wir befinden uns auf einem guten Weg und deshalb sollten Sie voller Hoffnung auf das Jahr 2018 blicken.

Selbst unsere Innenstädte werden sich wieder beleben. Nachdem der Online-Handel den Einzelhandel systematisch ausgerottet hat, plant Amazon, in den leerstehenden Geschäften eigene Shops zu installieren. Das ist zwar nicht konsequent durchdacht, weil der typische Amazonkunde immer noch online bestellen wird, aber die Post wird in einer beispiellosen Kooperations-Personal-Einsparungs-Aktion erwirken, dass sich zumindest in der Vorweihnachtszeit die Amazon-Shops mit Paketabholern füllen.

Da können Sie vielleicht mit einem kleinen Glühweinstand vor dem Laden etwas vom Kuchen abgreifen.

Also grämen Sie sich nicht – planen Sie einen längeren Urlaub. Keine Bange vor den Kosten, auch wenn die Billigflieger von AirBerlin oder Niki nicht mehr unterwegs sind. Es gibt noch Stehplätze bei Ryan Air.

Auch Türkei-Urlaube sind wahnsinnig preiswert geworden. Buchen Sie ein Wochenende und sprechen Sie am Flughafen Antalya die richtigen Worte aus. Werden Sie gehört, wird Ihr Urlaub automatisch auf Staatskosten um mindesten drei Monate verlängert. Mit ein bisschen Glück können Sie aus dem vergitterten Fenster Ihrer Unterkunft sogar das Meer sehen. Und die Anteilnahme unserer Bundesregierung ist Ihnen gewiss.

Sie sehen, die Möglichkeiten sind auch 2018 nahezu unbegrenzt.

Ich selbst habe mir einen Selbstfindungsprozess für 2018 vorgenommen. Ich werde mich selbst suchen. Sollten Sie mich 2018 also antreffen, bevor ich von meiner Suche zurückgekommen bin, dann sagen Sie mir doch bitte, dass ich auf mich warten soll, bis ich wieder da bin.

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Touroristen

November 10, 2016

Es ist Herbst. Draußen ist es trübe, nass und kalt, da möchte man sich am liebsten auf’s Sofa kuscheln. Oder man fliegt in den Süden, dahin wo die Sonne scheint.

Da uns Sultan Recep inzwischen ein wenig suspekt geworden ist und wir auch mit ägyptischen oder tunesischen Fünf-Sterne-Auffanglagern nichts anfangen können, zieht es uns immer wieder auf die Kanarischen Inseln. Dort ist die Welt noch in Ordnung – also fast.

Auf manchen Inseln trifft man leider Menschen, denen man nicht begegnen will. Viele von denen zeichnen sich durch eine Hautfarbe, die an gegrillte Garnelen erinnert, aus, sind laut, das auch noch auf englisch und ähneln im Blutalkoholgehalt einem polnische Trucker zur Frühstückspause. Solche Typen braucht kein Mensch, aber leider trifft man sie auf fast jeder Strandpromenade.

Nicht am Strand zu treffen, dafür häufiger in den Hotelanlagen ist die sogenannte russische Buffet-Fräse. Mit mehreren Tellern bewaffnet pflügt sie sich nach dem Prinzip „Verbrannte Erde“ durch die verschiedenen Speisenangebote, um schließlich mehr als die Hälfte der aufgehäuften Nahrungsmassen dem Abfall zu überantworten.

Sieht man vom gewöhnlichen Ballermannianer ab, ist der Deutsche natürlich anders: Höflich, zurückhaltend (vor allem beim Trinkgeld) und der nicht zu erschütternden Meinung, überall gern gesehen zu sein.

Vor einiger Zeit traf meine Frau auf Gran Canaria einen älteren Herrn, der so begeistert von der Insel ist, dass er schon seit 22 Jahren dort seinen Urlaub verbringt. Die Einheimischen, schwärmt er, seien so höflich und zuvorkommend. Und dazu noch absolut entspannt.

Kurz darauf betrat er mit seiner Angetrauten ein Restaurant, fläzte sich an einen Tisch und rief lautstark der Bedienung zu: „Zwei Bier!“

Tatsächlich erschien kurz darauf die Kellnerin und stellte ihm lächelnd zwei Gläser auf den Tisch, obwohl sie den Inhalt – das sagten zumindest ihre Augen – ihm am liebsten über’s Chemisett kippen würde.

Dass sie es nicht tat, mag allein dem Umstand geschuldet gewesen sein, dass der Spanier an sich nur eines mehr fürchtet als seine eigene Bürokratie: den deutschen Rechtsanwalt. Der Kontakt sowohl zu der einen als auch zu dem anderen ist meist schmerzlich teuer.

Aber vielleicht war es ja auch Respekt. Respekt vor einer Person, die 22 Jahre an ein und demselben Ort Urlaub macht und sich konsequent dem Erlernen der Landessprache verweigert hat. Nach 22 Jahren nicht einmal den einfachen Satz: „Buenas dias! Dos Cervesas, por favor!“ herauszubringen, das ist schon eine Leistung, eines Deutschen würdig und nicht zu toppen.

Oder doch?

Bei unserem letzten Urlaub auf La Gomera trafen wir auf Türkei-Flüchtlinge, also Touristen, die aufgrund der angespannten Lage am Bosporus notgedrungen ihren All-In-Palast verlassen haben. Da hörte man schon mal so Sätze wie: „Das ist ja schön hier, aber alles so antik. Na ja, für die Einheimischen hier reicht das ja.“

Na klar! Für die Einheimischen reicht das. Die sollen doch froh sein, dass sie uns deutsche Touristen haben. Wir bringen ja auch Geld auf die Insel. Der deutsche Euro ist bestimmt auch mehr wert als der spanische!?!

Am Abend schaffte es einer dieser Menschen, das Ganze auf die Spitze zu treiben. Wir saßen in einem Restaurant. Es war viel Betrieb und die Kellnerinnen hatten ordentlich zu tun. Am Nebentisch hatte jemand Vor- und Hauptspeise bestellt, und wie es der Teufel so wollte: Beides kam gleichzeitig an den Tisch. Das sollte nicht sein, kann aber im Eifer des Gefechts vorkommen.

Doch der Tourist hatte kein Verständnis dafür und fing auch gleich an zu schimpfen. Eine deutschsprachige Kellnerin versuchte zu beschwichtigen und bot ihm auch an, die Kollegin, die bei ihm serviert hatte, an den Tisch zu holen.

Das war zuviel für den Touroristen. Er rief: „Was soll ich denn mit der reden? Die kann ja noch nicht mal deutsch!“

Ein Trauma! Da sitzt man auf einer kleinen spanischen Insel, auf der einige Menschen leben, die noch nicht mal deutsch können. Würden Sie da Urlaub machen? Nein? Na, Gott sei Dank!, denkt sich der Spanier.

Übrigens: Sollten Sie in diesem Text Vorurteile finden, dürfen Sie die gerne behalten. Da bin ich großzügiger als beim Trinkgeld!

Urlaub mit Hindernissen

August 1, 2016

Man stelle sich vor: Endlich hat man das Urlaubs-Domizil gefunden, was einen bis an das Lebensende begleiten wird. Man hat ein Ziel gefunden, dass einem quasi die Heimat ersetzt. So geht es mir mit La Gomera. Eine traumhafte Insel. Manche Menschen fahren dorthin, um ihre innere Reinigung zu erfahren – mit Bongo-Trommeln, Ayurveda und Joga. Manchmal auch zum Wandern und Singen. Ich reise zu dieser Insel, um mich zu entspannen. Innere Reinigung? Mit so ’nem esoterischen Scheiß kann ich nix anfangen.

Und was passiert? Ich fahre nach La Gomera und unterziehe mich einer inneren Reinigung. Anders als erwartet – zugegeben. Aber gebraucht hätte ich es nicht.

Über zwei Stunden hat Dr. Francisco an mir geschnippelt. Nur weil mein Blinddarm sich gedacht hat, er könne sich mal eben verabschieden und das gesamte Bauchfell entzünden. Und weil ich einer der wenigen glücklichen Menschen bin, die nichts merken, habe ich das zunächst für einen quer sitzenden Furz gehalten. So fand er dann eine „grande porceria“ in meinem Bauchraum vor, die er zu beseitigen hatte.

Tja, da lag ich nun. In einem der modernsten Krankenhäuser Europas. Kompetenter Arzt, freundliche Schwestern. Aber mal ehrlich: Ich habe nicht ein Wort verstanden. Die haben alle spanisch gesprochen. Kann man das als deutscher Tourist ahnen? Umgekehrt ging es meiner Frau, die ein wenig Spanisch kann, und von dem freundlichen Mitarbeiter der Notrufzentrale immer wieder darauf hingewiesen wurde: „Sie können auch deutsch mit mir sprechen!“ Kann man ja auch nicht ahnen.

Okay. Verstanden habe ich die Mitarbeiter im Krankenhaus schon irgendwie. Was nicht sprachlich funktionierte, hat man halt mit Händen und Füßen geregelt. Aber was ich da alles unterschrieben habe? Einverständniserklärungen, Formulare, die mich auf die Gefahren von irgendwelchen Allergien hingewiesen haben und eventuell auch noch das Formular für den Verkauf einer Niere? Vielleicht sollte ich hier zu Hause mal zu einem Internisten gehen. Möglicherweise fehlen mir auch noch fünf Meter Darm? Der Typ, der jeden Tag auf der Terrasse des Nebenzimmers telefoniert hat, kam mir schon ein bisschen suspekt vor.

Apropos Zimmer: Das war mit Meerblick! Was ich allerdings erst nach zwei Tagen bemerkt habe, als ich mich endlich vom Bett trennen konnte. Mit dem Tropf-Ständer in der Hand auf die Terrasse und den Ausblick auf einen kleinen Hafenausschnitt genießen, war so ziemlich der Höhepunkt meines „Urlaubs“. Eigentlich sollte das mein dritter Hochzeitstag sein, doch der ging mit einer Rose im Wasserglas so ziemlich klanglos vorüber.

Aber ich will mich ja nicht beschweren. Es waren alle immer sehr nett zu mir, auch der Krankenhaus-Pfarrer, der eines Abends bei mir im Zimmer stand. Verdammt! Letzte Ölung? Nein, er wollte einfach nur freundlich sein, hat mich aber schon erschreckt.

Der Tropf war auch so eine Sache. Die Flüssigkeit, die einem da zugeführt wird, muss ja auch wieder raus aus dem Körper. Das wurde überprüft. Solange ich ans Bett gefesselt war, kein Problem. Da musste ich in so eine Ente pieseln, die dann in einen Messbehälter ausgeschüttet wurde. Als ich wieder aufstehen durfte, war das vorbei. Endlich wieder normal auf Toilette gehen! Die Quittung bekam ich dann am Abend, als drei Schwestern in meinem Zimmer erschienen, den Messbehälter prüften und lautstark schrien: „Pipi?“ Jetzt versuch mal diesen Damen zu erklären, dass du auf Toilette gegangen bist. Ich hab’s versucht und jeden Abend ein riesen Gezeter geerntet. Erst am letzten Tag, als ich sagen konnte: „Tomorrow I go home!“ Da war Ruhe.

Aber kann man dann den Rest-Urlaub genießen? Natürlich fühlt man sich erst mal so richtig Kacke. Mit zwölf Tacker-Nadeln auf dem Bauch kannst du auch nicht baden gehen. Also war Schattenparken angesagt.

Dazu hatte ich jeden Tag im Centro de Salud zur Wundversorgung aufzuschlagen, was der Dame von der Autovermietung schon ein Grinsen ins Gesicht zauberte, als wir zum dritten Mal den Vertrag für den Wagen verlängerten.

Aber auch einer der Ärzte, die die Wundversorgung übernahmen, bewies seinen Sinn für Komik, als er mich fragte: „Vacaciones?“

Als ich das bejahte, grinste er und sagte: „Muy bien! Enjoy!“

Urlaub mit Hund

November 8, 2010

„Brauchst du einen Freund, kauf dir einen Hund!“, besagt ein altes Sprichwort. Auch älteren Alleinstehenden oder kontaktscheuen Menschen wird häufig empfohlen, sich einen Hund zuzulegen, damit sie unter Menschen kommen. Tatsächlich bekommt man mit dem Vierbeiner auch einen der treuesten Freunde, den man sich vorstellen kann – sofern man mit ihm umzugehen weiß.

Allerdings hat das Ganze auch eine Kehrseite.

Vor einiger Zeit bin ich mit einem Freund, der ebenfalls Hundebesitzer ist, in den Urlaub gefahren. Schon das Buchen der Ferienwohnung gestaltete sich schwierig. Bei vielen Angeboten sind Hunde und sonstige Tiere von vornherein ausgeschlossen. Und bei Annoncen, bei denen man dies nicht sofort erkennen kann, erhält man häufig eine Absage.

„Ach, Sie haben einen Hund? Dann geht das natürlich nicht!“

Oder: „Ein Hund ist gar kein Problem.“

„Ich habe aber zwei“, antwortete mein Freund.

„Müssen Sie die beide mitnehmen?“

„Nein, nein, keine Sorge. Den einen kann ich über die Woche zu Hause verhungern lassen.“ Was für eine bescheuerte Frage!

Schließlich ist es aber doch gelungen, eine Ferienhaus zu mieten, in dem für uns beide und die Hunde ausreichend Platz war. Dem Wanderurlaub stand nun nichts mehr im Wege.

Während unserer Wanderungen durch den Schwarzwald bekamen wir dann das zweite Manko zu spüren, das einem mit Hund widerfahren kann. Es zeigte sich nämlich, dass gut die Hälfte der Hundebesitzer gar nicht so kontaktfreudig sind, wie es behauptet wird.

Nun sind zwei Rhodesian Ridgebacks mit einer Widerristhöhe von 70 cm schon ein imposanter Anblick. Und wären diese auch noch agil und griffig, bestimmt auch furchteinflößend. Aber gerade diese beiden Hunde sind derart zahm und gutmütig, dass man als Herrchen oder Frauchen eines anderen derartigen Getiers eigentlich erkennen müsste, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht.

Doch weit gefehlt. Am ersten Tag begegnete uns eine ältere Dame, die krampfhaft bemüht war, ihre heiser kläffende Fußhupe zu halten und uns schon von weitem „Machen Sie gefälligst Ihre Hunde fest!“ entgegen rief. Natürlich kam mein Freund der Aufforderung nach, leinte die beiden Ridgebacks an und ging mit einem freundlichen Nicken an der Dame vorbei. Dino allerdings, der Rüde, blieb kurz stehen, schaute sich den kleinen Kläffer zu seinen Füßen an und gab ein kurzes, missbilligendes „Wuff!“ von sich, woraufhin der Terriermischling winselnd hinter Frauchens Beinen verschwand.

Auch jener Herr mit seiner Schäferhündin, der uns ein paar Tage später begegnete, entlockte uns ein Schmunzeln. Anstatt den Tagesgruß zu entbieten, fragte er schon aus fünfzig Metern Entfernung: „Rüde?“

„Guten Morgen“, entgegnete mein Freund. „Ja, einer der beiden ist ein Rüde.“

„Dann leinen Sie ihn an. Meine Hündin ist heiß, hat aber noch keine Lust.“

Während Dino völlig desinteressiert an der Schäferhündin vorbei spazierte, erwiderte mein Freund: „Mein Rüde auch nicht, wie sie sehen.“

„Das kann ich doch nicht wissen“, keifte der Herr.

„Ist aber nicht schwer zu erkennen.“

Angesichts der Tatsache, dass eine heiße Hündin jedesmal sämtliche nicht kastrierten Rüden in der Nachbarschaft wild macht und anlockt, haben wir später noch darüber nachgedacht, ob der Herr eventuell in einem Ort wohnt, in dem es erstaunlicherweise keine weiteren Hunde gibt. Vielleicht war aber auch die ca. fünf Jahre alte Schäferhündin zum ersten Mal heiß. Nichts ist unmöglich.

Im Grunde genommen sind diese Begegnungen zum Schmunzeln. Wenn ich allerdings überlege, wie wenig so mancher Hundebesitzer über sein eigenes Tier weiß, ist es eher erschreckend.

Doch richtige Beklemmungen bekomme ich, wenn ich darüber nachdenke, dass viele Menschen in unserem Land zu Hunden immer noch freundlicher sind als zu Kindern. Da kann ich richtig froh sein, dass meine beiden zu Hause geblieben sind. Was ich mir möglicherweise alles hätte anhören müssen …